http://forum.gofeminin.de/forum/f538/__f1353_f538-Der-gunstigste-Sex-Shop.html#19r
schaut mal rein :-)
Sonntag, 9. Dezember 2012
Kleingeister zensieren das Netz
Ich frage mich echt, was im Netz alles für Kleingeister
unterwegs sind. Alles wird heutzutage zensiert, im Namen der politischen
Korrektheit oder was auch immer. Woher kommt diese Engstirnigkeit? Das war doch
nicht immer so. Sicherlich platscht vieles aus USA hier rüber, die sind ja alle
so prüde und gemainstreamt, furchtbar. Deswegen bin ich aus facebook
rausgeflogen, ein paar unzüchtige Fotos, das wars. Ohne Vorwarnung, weg, aus,
Ende. Sowjetunion, China, Iran? Nein. Die „freie Welt“, dass ich nicht lache.
Der Clou ist, selbst der altehrwürdigen Emma ist das
passiert – sie hat über die Aktionen der Frauenrechtsorganisation Femen berichtet,
die ihre Aktionen immer oben ohne durchführen – Foto zensiert, website
gesperrt. http://www.emma.de/news-artikel-seiten/facebook-sperrt-emma/
Meine Güte, wie kleinkariert. Emmas Kommentar dazu sagt alles.
Femen selber hat wohl aus Bequemlichkeit ihre deutsche
website ebenfalls bei facebook. http://sincere.ly/femenfacebook/germany/
Alle Fotos zensiert – wie lächerlich. Mal sehen, wie lange sie sich hier
halten.
Ähnlich ging es der isländischen Frauenrechtsaktivistin Hildur
Lilliendahl Viggósdóttir, die eine website betreibt mit der Machos und Sexisten
bloßgestellt werden. Dummerweise auf facebook. Sie musste umziehen, weil
facebook sie gesperrt hat – provokative Kritik ist eben nicht politisch
korrekt, und damit flog sie raus. Unerträglich. Wir werden entmündigt und in
einen Kindergarten gesperrt. Dr Telegraph erzählt die Story hier http://www.telegraph.co.uk/women/womens-politics/9680846/Meet-the-woman-censored-by-Facebook-while-outing-sexism.html
Deswegen wollte ich eigentlich auf keinen Fall einen Blog
bei einem US-Anbieter starten…der deutsche Anbieter blogger.de ist leider auch
so ein Zensor, der seine Kunden entmündigt. Ohne Vorwarnung gelöscht. Zwei
Gründe sind denkbar, entweder ich schreibe zu offen über Sex oder zu deutlich
über Palästina. Alles hochgradig politisch unkorrekt, das muss man zensieren,
weg damit, so schnell wie möglich. Grauenhaft.
Mal sehen wann ich hier rausfliege.
Luxus Huren oder (gut) bezahlte Geliebte auf Zeit?
interessanter text...
Immer mehr Frauen lassen sich auf das älteste und lukrativste Geschäft der Welt ein. Jüngste Schätzungen sprechen, dass nur in Deutschland zwischen 7 und 14 Milliarden Euro pro Jahr durch Prostitution verdient werden.
100% Abenteuer, es ist wie ein Blind Date, du kennst den Klienten nicht.
Ca. 350,-€ für 2 Stunden – Übernachtung, 12 Stunden ca. 800,-€. Fantasien wie leichte Sado-Maso-Spiele, erotische Massagen, Verbalerotik, Toy-Spiele, Girlfriend-Erotik, so steht es in den Damen-Karteien, kann man ausleben.
Das würde ich auch gern mal ausprobieren, das ist bestimmt super aufregend! Sooo viel Geld und dabei noch Teile von mir ausleben, die ich sonst nicht zeigen darf…
Er hat heute seinen chicsten Anzug an. Auf dem Bett liegt ein Gucci-Kleid aus der letzten Sommer-Kollektion. Die Limousine holt das flirtende Paar ab, Destination Opera, danach gibt es eine romantische Schiffsfahrt auf der Seine in der Hauptstadt der Liebe. Die Romantik auf ihrem Zenit. Doch was nach einer Verlobungsnacht aussieht, ist in Realität ein sehr lukratives Geschäft, die Macht der Illusion und des Sexes. Sein Name: „Escort- Service“, käuflicher Sex auf hohem Niveau. Der neue Traum-Nebenjob für deutsche Frauen zwischen 20 und 40?!?
Immer mehr Frauen lassen sich auf das älteste und lukrativste Geschäft der Welt ein. Jüngste Schätzungen sprechen, dass nur in Deutschland zwischen 7 und 14 Milliarden Euro pro Jahr durch Prostitution verdient werden.
Eine Prinzessin für ein paar Stunden
Ich kann mir vorstellen, dass Frauen es machen, weil sie sicher sein können, dass der Mann sie wirklich will. Denn, schließlich hat er sie bestellt, macht ihr den Hof auf eine sehr luxuriöse Art und Weise und bezahlt sogar einen ziemlich hohen Preis dafür, dass sie die ganze Nacht mit ihm bleibt und ihre Zuneigung mit ihm teilt. Sie kann sich auch sicher sein, dass der Mann ihr nichts vorwerfen wird, ganz im Gegenteil, sie darf ihre Leidenschaft offen zeigen, sie wird sogar mit dankbaren offenen Armen empfangen und sie wird nicht für ihre sexuellen Bedürfnisse und Wünsche bestraft. Er gibt ihr sicherlich auch das Gefühl, begehrenswert zu sein. Geschmeichelt werden möchte jede Frau, vor allem wenn es um das Thema Sexualität geht und wenn ein Mann bis zu 1250,-€ für eine Nacht zahlt - dann muss sie wohl ihr Geld wert sein, oder?!
Das Ganze passiert auf einem sehr hohen gesellschaftlichen Niveau, Geschäftsmänner, Diplomaten, Banker sind im Spiel und die Kulisse für das Schauspiel sind teure Restaurants, 5 Sterne Hotel - Suiten, Opernhaus oder Theater, Luxus-Kleider und -Autos… da fühlt sich die Frau für ein paar Stunden wie eine Prinzessin, oder?
Vielleicht ist das sogar etwas auch für die feministischen Frauen, die entweder beziehungsunfähig sind und auf diesem Weg zur Geliebten werden und zu Sex ohne moralische Belastungen kommen können. Oder für diejenigen, nach deren Meinung die Männer völlig überbewertet und zu nichts zu gebrauchen sind. Oder solche Frauen, die alles alleine besser bewältigen wollen und können, die aber doch romantische Abende zu zweit oder das Erobert werden schätzen. Oder solche, die auf aufregenden Sex nicht verzichten wollen!
Für die Männer wird es wahrscheinlich auch etwas Anziehendes sein, ich vermute so etwas wie: sie müssen keine Angst haben verurteilt zu werden für ihre „zu abstoßenden“ sexuellen Fantasien. Sie fühlen sich in ihrem natürlichen Drang nach Macht (wir leben immer noch in einer patriarchalen Gesellschaft) bestätigt. Sie arbeiten hart, um Geld zu verdienen (dafür müssen sie sich oft eine Menge gefallen lassen) und mit diesem Geld wollen sie sich wiederum „etwas Gutes“ tun. Er gibt zwar viel Geld aus, bekommt aber alles, was er bei seiner Ehefrau nicht einmal wagt auszusprechen.
Service-Damen sind wie Geliebte, aber auf vorher festgelegte Zeit, ohne Beziehungsstress, uneingelöste Versprechen wie „Wann verlässt Du deine Frau?“ oder sogar manchmal Drohungen. Er fühlt sich wie ein wahrer Mann, der alle Wünsche der Frau erfüllt, er ist der Prinz auf dem weißen Ross, der Mann ihrer Träume – ohne jegliche Verantwortung, Rechtfertigungen, Kinder, Haus, Kredite und Schwiegermutter!
Auf diese Weise können nicht nur Männer Frauen instrumentalisieren, sondern auch umgekehrt. Beide wollen es und zwar genau so - ohne Versteckspiele oder unausgesprochene Sachen. Wahrscheinlich ist das auch eine wahre Erleichterung für beide Seiten, die Sache mit dem Sex wie ein Geschäft zu betreiben?!
Sie: „Gib mir deinen Sex und dein Geld und ich tue alles was du willst!“
Er: „ Ich will dich nehmen Baby, wie ich will, wann ich will. Los, befriedige meine tiefsten, verborgenen, verdorbenen Wünsche, du gehörst mir!“
Das Geschäft kann also abgeschlossen werden, oder?
Na ja, ich lasse doch lieber die Finger davon, mir würde die Liebe im Ganzen doch zu sehr auf der Strecke bleiben und genau die suche und brauche ich, meine Seele am meisten. Ich habe auch gehört, dass die Escort- Service Frauen immer dann mit dem „Traum-Nebenjob“ aufhören, wenn sie sich privat richtig verlieben!
Das gibt mir doch noch Hoffnung für die wahre, treue Liebe mit Hingabe!
http://www.sexpresso.org/de/sexual-health-a-rights/25-luxus-huren-oder-gut-bezahlte-geliebte-auf-zeit-.html
Immer mehr Frauen lassen sich auf das älteste und lukrativste Geschäft der Welt ein. Jüngste Schätzungen sprechen, dass nur in Deutschland zwischen 7 und 14 Milliarden Euro pro Jahr durch Prostitution verdient werden.
100% Abenteuer, es ist wie ein Blind Date, du kennst den Klienten nicht.
Ca. 350,-€ für 2 Stunden – Übernachtung, 12 Stunden ca. 800,-€. Fantasien wie leichte Sado-Maso-Spiele, erotische Massagen, Verbalerotik, Toy-Spiele, Girlfriend-Erotik, so steht es in den Damen-Karteien, kann man ausleben.
Das würde ich auch gern mal ausprobieren, das ist bestimmt super aufregend! Sooo viel Geld und dabei noch Teile von mir ausleben, die ich sonst nicht zeigen darf…
Er hat heute seinen chicsten Anzug an. Auf dem Bett liegt ein Gucci-Kleid aus der letzten Sommer-Kollektion. Die Limousine holt das flirtende Paar ab, Destination Opera, danach gibt es eine romantische Schiffsfahrt auf der Seine in der Hauptstadt der Liebe. Die Romantik auf ihrem Zenit. Doch was nach einer Verlobungsnacht aussieht, ist in Realität ein sehr lukratives Geschäft, die Macht der Illusion und des Sexes. Sein Name: „Escort- Service“, käuflicher Sex auf hohem Niveau. Der neue Traum-Nebenjob für deutsche Frauen zwischen 20 und 40?!?
Immer mehr Frauen lassen sich auf das älteste und lukrativste Geschäft der Welt ein. Jüngste Schätzungen sprechen, dass nur in Deutschland zwischen 7 und 14 Milliarden Euro pro Jahr durch Prostitution verdient werden.
Eine Prinzessin für ein paar Stunden
Ich kann mir vorstellen, dass Frauen es machen, weil sie sicher sein können, dass der Mann sie wirklich will. Denn, schließlich hat er sie bestellt, macht ihr den Hof auf eine sehr luxuriöse Art und Weise und bezahlt sogar einen ziemlich hohen Preis dafür, dass sie die ganze Nacht mit ihm bleibt und ihre Zuneigung mit ihm teilt. Sie kann sich auch sicher sein, dass der Mann ihr nichts vorwerfen wird, ganz im Gegenteil, sie darf ihre Leidenschaft offen zeigen, sie wird sogar mit dankbaren offenen Armen empfangen und sie wird nicht für ihre sexuellen Bedürfnisse und Wünsche bestraft. Er gibt ihr sicherlich auch das Gefühl, begehrenswert zu sein. Geschmeichelt werden möchte jede Frau, vor allem wenn es um das Thema Sexualität geht und wenn ein Mann bis zu 1250,-€ für eine Nacht zahlt - dann muss sie wohl ihr Geld wert sein, oder?!
Das Ganze passiert auf einem sehr hohen gesellschaftlichen Niveau, Geschäftsmänner, Diplomaten, Banker sind im Spiel und die Kulisse für das Schauspiel sind teure Restaurants, 5 Sterne Hotel - Suiten, Opernhaus oder Theater, Luxus-Kleider und -Autos… da fühlt sich die Frau für ein paar Stunden wie eine Prinzessin, oder?
Vielleicht ist das sogar etwas auch für die feministischen Frauen, die entweder beziehungsunfähig sind und auf diesem Weg zur Geliebten werden und zu Sex ohne moralische Belastungen kommen können. Oder für diejenigen, nach deren Meinung die Männer völlig überbewertet und zu nichts zu gebrauchen sind. Oder solche Frauen, die alles alleine besser bewältigen wollen und können, die aber doch romantische Abende zu zweit oder das Erobert werden schätzen. Oder solche, die auf aufregenden Sex nicht verzichten wollen!
Für die Männer wird es wahrscheinlich auch etwas Anziehendes sein, ich vermute so etwas wie: sie müssen keine Angst haben verurteilt zu werden für ihre „zu abstoßenden“ sexuellen Fantasien. Sie fühlen sich in ihrem natürlichen Drang nach Macht (wir leben immer noch in einer patriarchalen Gesellschaft) bestätigt. Sie arbeiten hart, um Geld zu verdienen (dafür müssen sie sich oft eine Menge gefallen lassen) und mit diesem Geld wollen sie sich wiederum „etwas Gutes“ tun. Er gibt zwar viel Geld aus, bekommt aber alles, was er bei seiner Ehefrau nicht einmal wagt auszusprechen.
Service-Damen sind wie Geliebte, aber auf vorher festgelegte Zeit, ohne Beziehungsstress, uneingelöste Versprechen wie „Wann verlässt Du deine Frau?“ oder sogar manchmal Drohungen. Er fühlt sich wie ein wahrer Mann, der alle Wünsche der Frau erfüllt, er ist der Prinz auf dem weißen Ross, der Mann ihrer Träume – ohne jegliche Verantwortung, Rechtfertigungen, Kinder, Haus, Kredite und Schwiegermutter!
Auf diese Weise können nicht nur Männer Frauen instrumentalisieren, sondern auch umgekehrt. Beide wollen es und zwar genau so - ohne Versteckspiele oder unausgesprochene Sachen. Wahrscheinlich ist das auch eine wahre Erleichterung für beide Seiten, die Sache mit dem Sex wie ein Geschäft zu betreiben?!
Sie: „Gib mir deinen Sex und dein Geld und ich tue alles was du willst!“
Er: „ Ich will dich nehmen Baby, wie ich will, wann ich will. Los, befriedige meine tiefsten, verborgenen, verdorbenen Wünsche, du gehörst mir!“
Das Geschäft kann also abgeschlossen werden, oder?
Na ja, ich lasse doch lieber die Finger davon, mir würde die Liebe im Ganzen doch zu sehr auf der Strecke bleiben und genau die suche und brauche ich, meine Seele am meisten. Ich habe auch gehört, dass die Escort- Service Frauen immer dann mit dem „Traum-Nebenjob“ aufhören, wenn sie sich privat richtig verlieben!
Das gibt mir doch noch Hoffnung für die wahre, treue Liebe mit Hingabe!
http://www.sexpresso.org/de/sexual-health-a-rights/25-luxus-huren-oder-gut-bezahlte-geliebte-auf-zeit-.html
Sind Pornodarstellerinnen glücklichere Menschen?
Komische Frage – aber anscheinend ist da was dran. Brooke
Magnanti schreibt im Daily Telegraph über eine kürzlich veröffentlichte Studie,
die genau dieses Ergebnis bringt. Erschienen ist es im Journal of Sex Research,
aber da gibt es online gar nichts umsonst. 177 Pornodarstellerinnen wurden
ähnlichen Vergleichspersonen gegenübergestellt, und was kam heraus?
Die Pornodarstellerinnen sind öfter bisexuell, hatten früher
im Leben den ersten Sex, haben höheres Selbstvertrauen…und sind glücklicher!
Macht Porno also glücklicher? Vermutlich auch nicht unbedingt, möglicherweise
hatten die Damen schon vor dieser Karriere höheres Selbstbewusstsein und waren
insgesamt glücklichere Menschen. Dennoch, wer hätte das gedacht?
Ach und übrigens: befragt wurden nur weibliche Pornostars
und ihre Vergleichspersonen. Für Männer muss das nicht unbedingt genauso
gelten…
Qype wird von Yelp übernommen
Früher hatten wir Angst, dass die Russen kommen. Sie kamen aber nicht. Heute kommen eher die Amis. Im Gegensatz zu den Russen nicht laut und drohend, sondern heimlich. Ehe du es merkst, sind sie schon da und haben dich. Jetzt haben sie Qype übernommen. Na wunderbar.
Nix gegen die Amis. Es ist ja nicht so dass sie nichts könnten. Und es gibt ja auch viele Sympathische unter ihnen. Aber irgendwie gehen sie mir auf den Wecker, wenn sie zuviele auf einmal sind, wenn sie in ihrer unnachahmlichen Art sich selber für das Zentrum des Universums halten und so gar nicht verstehen wollen und können, dass sie im Ausland einfach ein bisschen mehr Respekt und Demut vor dem Rest der Welt haben sollten, weil der merkwürdigerweise nämlich einfach nicht so sein will wie sie.
Und das ist das Problem. Ich möchte kein amerikanisches Qype. Kein Facebook-Abklatsch. Das Wertesystem der Amis ist einfach anders. Wer einen Mitt Romney ernsthaft als Präsidenten in Erwägung zieht, der hat sie doch nicht mehr alle. Die schöne irgendwie non-profit-artige Spielwiese Qype dürfte bald viel stärker dem rauhen Wind des Kommerzes ausgesetzt sein. Die Rendite für den Investor muss stimmen, egal wie. Positive Bewertungen nur noch für die, die zahlen? Nein danke. Ja, und dann sind sie auch noch so schrecklich prüde. Alles was halbwegs erotisch prickelnd sein könnte, wird als „adult content“ gleich wegzensiert. Europäer(innen) machen das nicht, werden aber durch die Amis hemmungslos bevormundet wenn die so einen Laden wie Qype künftig übernehmen. Kulturimperialismus ist das. Bei Facebook habe ich mich lieber rauswerfen lassen als mich dem unterzuordnen.
Warum konnte Qype denn nicht eigenständig bleiben? Wahrscheinlich stimmte am Ende die Rendite nicht. Für die User schön, wenn nicht alles dem Renditezwang untergeordnet wird. Aber übertreiben darf man es nicht. Rendite sollte schon da sein, aber so dass es nicht auffällt. Wenn dieser Beitrag stimmt http://www.neunetz.com/2012/10/24/der-turbulente-markthintergrund-zur-qype-ubernahme-durch-yelp/ dann hat Qype ein bisschen gepennt beim Übergang zum mobilen Internet. Kommt mir plausibel vor. Warum ging es denn nicht, eine App zu entwickeln die alles kann was die „konventionelle“ Version auch kann, auch Nachrichten, Komplimente lesen und verschicken? War das wirklich so schwierig? Glaube ich nicht. Wäre ein kleiner Mitgliedsbeitrag die Rettung gewesen? Zumindest viele Eintagsfliegen wären damit ausgebremst worden.
Anyway. Es ist passiert. Schade drum. Mal sehen wie lange das noch gutgeht. Ich gehe (noch) nicht. Aber: Wenn die neuen Kolonialherren mich eines Tages rauswerfen, wundert euch nicht.
Nix gegen die Amis. Es ist ja nicht so dass sie nichts könnten. Und es gibt ja auch viele Sympathische unter ihnen. Aber irgendwie gehen sie mir auf den Wecker, wenn sie zuviele auf einmal sind, wenn sie in ihrer unnachahmlichen Art sich selber für das Zentrum des Universums halten und so gar nicht verstehen wollen und können, dass sie im Ausland einfach ein bisschen mehr Respekt und Demut vor dem Rest der Welt haben sollten, weil der merkwürdigerweise nämlich einfach nicht so sein will wie sie.
Und das ist das Problem. Ich möchte kein amerikanisches Qype. Kein Facebook-Abklatsch. Das Wertesystem der Amis ist einfach anders. Wer einen Mitt Romney ernsthaft als Präsidenten in Erwägung zieht, der hat sie doch nicht mehr alle. Die schöne irgendwie non-profit-artige Spielwiese Qype dürfte bald viel stärker dem rauhen Wind des Kommerzes ausgesetzt sein. Die Rendite für den Investor muss stimmen, egal wie. Positive Bewertungen nur noch für die, die zahlen? Nein danke. Ja, und dann sind sie auch noch so schrecklich prüde. Alles was halbwegs erotisch prickelnd sein könnte, wird als „adult content“ gleich wegzensiert. Europäer(innen) machen das nicht, werden aber durch die Amis hemmungslos bevormundet wenn die so einen Laden wie Qype künftig übernehmen. Kulturimperialismus ist das. Bei Facebook habe ich mich lieber rauswerfen lassen als mich dem unterzuordnen.
Warum konnte Qype denn nicht eigenständig bleiben? Wahrscheinlich stimmte am Ende die Rendite nicht. Für die User schön, wenn nicht alles dem Renditezwang untergeordnet wird. Aber übertreiben darf man es nicht. Rendite sollte schon da sein, aber so dass es nicht auffällt. Wenn dieser Beitrag stimmt http://www.neunetz.com/2012/10/24/der-turbulente-markthintergrund-zur-qype-ubernahme-durch-yelp/ dann hat Qype ein bisschen gepennt beim Übergang zum mobilen Internet. Kommt mir plausibel vor. Warum ging es denn nicht, eine App zu entwickeln die alles kann was die „konventionelle“ Version auch kann, auch Nachrichten, Komplimente lesen und verschicken? War das wirklich so schwierig? Glaube ich nicht. Wäre ein kleiner Mitgliedsbeitrag die Rettung gewesen? Zumindest viele Eintagsfliegen wären damit ausgebremst worden.
Anyway. Es ist passiert. Schade drum. Mal sehen wie lange das noch gutgeht. Ich gehe (noch) nicht. Aber: Wenn die neuen Kolonialherren mich eines Tages rauswerfen, wundert euch nicht.
Qype: Caner Textil - Internationale Textil-Restposten in Berlin
Selbst die gehobenen Mittelschichten haben heutzutage wachsende Angst vor sozialem Abstieg. Die von ihnen jahrelang gewaehlte neoliberale Politik fuehrt eben erklaertermassen dazu, dass die Reichen reicher werden, und erst jetzt merken die gehobenen Mittelschichten, dass das leider nicht fuer sie als bestenfalls eingebildete Reiche gilt, sondern nur fuer die wirklich Reichen. Auch mich plagen diese Abstiegsaengste, ich gebe es zu. Die Auftragslage. Noch ist sie gut. Sie war eigentlich immer gut.
Aber wie lange noch? Sowas geht mir durch den Kopf, wenn ich an Caner Textil vorbeispaziere, zum Beispiel.
So stelle ich mir das vor. Im Jahre 2017. Die chicen Kudammboutiquen kann ich mir nicht mehr leisten. Unbezahlbar. Die reichen Russinnen gehen ein und aus. Chinesinnen mittlerweile auch. Inderinnen. Muenchnerinnen. Hamburgerinnen. Polinnen. Tuerkinnen. Ja, ab und zu auch einige Berlinerinnen. Nur ich nicht mehr. Ich bin jetzt bei Caner Internationale Textil Restposten gelandet. Das was die anderen uebriglassen, oder gar nicht erst anschauen. Hier kann ich mir noch alles leisten. Fuer 100 Euro gehst du vollbepackt raus. Hier muss ich aber tolerant sein. Irgendwie nicht mein Stil. Aber sagen wir es mal so, die Globalisierung fuehrt eben nicht zu einem internationalen Einheitsbrei. Schon gar nicht zu einer Amerikanisierung, auch wenn die Amis das nicht verstehen. Sondern sie fuehrt zu einer allgegenwaertigen Verfuegbarkeit von fast allem. Rumaenischer oder serbischer chic auch in Berlin. Oder Kleider die in Albanien ultrageil waeren, da waerst du der Star der Party, nur eben in Tirana und nicht in Berlin.
Und das nur fuer 13.50 Euro. Okay, alles Polyester, sei nicht kleinlich, was solls. Extravagant geschnittene Jeansroecke, 11 Euro. Lingerie, der Hammer ??? die ist wirklich scharf. Selbst Sachen die es sonst nur im Erotikshop gibt, rote fishnet minis sogar im Schaufenster, nur ausgerechnet diese Sachen sind kaum billiger als im Erotikshop. Bunt glitzernde Kleider voller Gold- und Silberlametta. Sowas siehst du in keinem C&A oder H&M.
Das musst du dann eben voll durchziehen. Den anderen erzaehlst du dass du das nicht bei Caner Textil sondern bei Kosovo Fashion International in Pristina gestern abend gekauft hast, nachdem du dort eine Marktrecherche vor Ort gemacht hast. Die Klamotten von der letzten Party waren aus Shenzhen, China, nicht von Caner. Da war ich bei einer business conference letzte Woche. Shenzhen, nie gehoert? Oh du Aermste, wie ahnungslos, das hat mehr Einwohner als Berlin, und fuenfmal soviel Wirtschaftsdynamik, ultimativer chic dort, da musst du einkaufen. Wang Xeng heisst die Boutique, voll angesagt dort. Die Hong Kong-Ausgabe der Vogue hat kuerzlich eine Story ueber den Laden gehabt, hast du das nicht gesehen? Hihi.
Zurueck in die Realitaet 2012. Noch hat es mich nicht erwischt. Ich gehe weiter zum Kudamm. :-)
Aber wie lange noch? Sowas geht mir durch den Kopf, wenn ich an Caner Textil vorbeispaziere, zum Beispiel.
So stelle ich mir das vor. Im Jahre 2017. Die chicen Kudammboutiquen kann ich mir nicht mehr leisten. Unbezahlbar. Die reichen Russinnen gehen ein und aus. Chinesinnen mittlerweile auch. Inderinnen. Muenchnerinnen. Hamburgerinnen. Polinnen. Tuerkinnen. Ja, ab und zu auch einige Berlinerinnen. Nur ich nicht mehr. Ich bin jetzt bei Caner Internationale Textil Restposten gelandet. Das was die anderen uebriglassen, oder gar nicht erst anschauen. Hier kann ich mir noch alles leisten. Fuer 100 Euro gehst du vollbepackt raus. Hier muss ich aber tolerant sein. Irgendwie nicht mein Stil. Aber sagen wir es mal so, die Globalisierung fuehrt eben nicht zu einem internationalen Einheitsbrei. Schon gar nicht zu einer Amerikanisierung, auch wenn die Amis das nicht verstehen. Sondern sie fuehrt zu einer allgegenwaertigen Verfuegbarkeit von fast allem. Rumaenischer oder serbischer chic auch in Berlin. Oder Kleider die in Albanien ultrageil waeren, da waerst du der Star der Party, nur eben in Tirana und nicht in Berlin.
Und das nur fuer 13.50 Euro. Okay, alles Polyester, sei nicht kleinlich, was solls. Extravagant geschnittene Jeansroecke, 11 Euro. Lingerie, der Hammer ??? die ist wirklich scharf. Selbst Sachen die es sonst nur im Erotikshop gibt, rote fishnet minis sogar im Schaufenster, nur ausgerechnet diese Sachen sind kaum billiger als im Erotikshop. Bunt glitzernde Kleider voller Gold- und Silberlametta. Sowas siehst du in keinem C&A oder H&M.
Das musst du dann eben voll durchziehen. Den anderen erzaehlst du dass du das nicht bei Caner Textil sondern bei Kosovo Fashion International in Pristina gestern abend gekauft hast, nachdem du dort eine Marktrecherche vor Ort gemacht hast. Die Klamotten von der letzten Party waren aus Shenzhen, China, nicht von Caner. Da war ich bei einer business conference letzte Woche. Shenzhen, nie gehoert? Oh du Aermste, wie ahnungslos, das hat mehr Einwohner als Berlin, und fuenfmal soviel Wirtschaftsdynamik, ultimativer chic dort, da musst du einkaufen. Wang Xeng heisst die Boutique, voll angesagt dort. Die Hong Kong-Ausgabe der Vogue hat kuerzlich eine Story ueber den Laden gehabt, hast du das nicht gesehen? Hihi.
Zurueck in die Realitaet 2012. Noch hat es mich nicht erwischt. Ich gehe weiter zum Kudamm. :-)
Fetullah Gülen im FAZ-Interview
Fetullah Gülen ist ein liberaler islamischer Prediger aus der Türkei. Obwohl er in den USA lebt, ist er im Ausland kaum bekannt - sein Einfluss auf die heutige Türkei kann aber gar nicht hoch genug bewertet werden. es ist sicherlich nicht übertrieben, wenn man sagt, es ist sehr stark auch ihm zuzuschreiben dass der politische Islam in der Türkei eine völlig andere Ausprägung hat als in den arabischen Ländern: demokratisch, friedlich, tolerant.
Toll dass die FAZ ihn ausführlich zu Wort kommen lässt.
http://www.faz.net/thema/Fethullah-Guelen
Toll dass die FAZ ihn ausführlich zu Wort kommen lässt.
http://www.faz.net/thema/Fethullah-Guelen
Willkommen Palästina
Die Vereinten Nationen haben Palästina als Staat anerkannt. Allerhöchste
Zeit. Deutschland hat peinlicherweise sich nur enthalten. Für ein Land, das
jahrzehntelang das Selbstbestimmungsrecht der Völker zum unveräußerlichen
Nationalheiligtum erklärt hat, die DDR deshalb nicht anerkannt hat obwohl der
Rest der Welt sie anerkannt hat, ist das ein Armutszeugnis erster Klasse. Das
Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser ist offenbar nur relativ, das der
Deutschen dagegen absolut. Die Palästinenser müssten erst Israel anerkennen,
heißt es – das haben sie bereits mit dem Osloer Abkommen 1993 geschehen. Damals
haben sie der Zweistaaten-Lösung zugestimmt. Zu der gehören aber zwei Staaten,
nicht nur einer. Nur Israel weigert sich bis heute, das Selbstbestimmungsrecht
der Palästinenser und einen palästinensischen Staat anzuerkennen. Servilität
gegenüber Israel, egal von welchen Extremisten Israel regiert wird, gehört
offenbar zu einer der überparteilich verlässlichsten Grundkonstante deutscher
Außenpolitik, parteiübergreifend. Wenn die Deutschen schon ständig von ihrer
besonderen Verantwortung für Israel daherschwadronieren dann sollten sie zur
Kenntnis nehmen, dass die de-facto-Kumpanei mit Extremisten wie Netanyahu und
Lieberman nichts anderes ist als ein Beitrag zur Verlängerung des
Nicht-Friedens in der Region. Israel muss offenbar erst gezwungen werden, nicht
nur den Siedlungsbau einzustellen, sondern die Siedlungen wieder abzubauen und einen
Staat Palästina mit sicheren Grenzen zu akzeptieren, der sich wirtschaftlich
entwickeln kann. Erst dann geht es auch mit der Hamas und wahrscheinlich den
Islamisten in den Nachbarländern wieder abwärts.
Die Stimme einer mutigen palästinensischen Aktivistin, Jana
Abdu, gibt es hier auf der website von Women Living Under Muslim Laws: http://www.wluml.org/news/palestine-interview-janan-abdu
Palästina: Beeindruckende Bilder aus dem Monat November
Beeindruckende Pressefotos
aus dem vergangenen Monat zeigt die Website der electronic Intifada http://electronicintifada.net/content/month-pictures-november-2012/11974?utm_source=EI+readers&utm_campaign=dd61ff51b0-RSS_EMAIL_CAMPAIGN&utm_medium=email
Nicht nur der schreckliche Krieg in Gaza, sondern auch die
Solidaritätsaktionen – mit diesen Bildern bekommen die abstrakten Themen
menschliche Gesichter. Sehenswert!
Femen - die Schocktruppe des neuen Feminismus
Femen ist eine ukrainische Frauengruppe, die spektakulär und
meist oben ohne für Frauenrechte an die Öffentlichkeit geht. Provokant und
pointiert treffen sie den Nagel auf den Kopf und erregen im besten Sinne
öffentliches Ärgernis und bringen ihre Gegner auf die Palme. Die Schocktruppe
des neuen Feminismus nennen sie sich.
Femen (www.femen.info)
sind längst nicht nur in der Ukraine aktiv. ES gibt sie mittlerweile in vielen
Ländern. Erstaulicherweise kommen sie in die hiesigen Medien aber weit
schwieriger als wenn sie in der Ukraine aktiv sind. Jetzt waren sie in Paris
und Köln aktiv.
In Köln waren sie mit einer Aktion gegen eines der größten
Discount-Bordelle Europas, das Pascha, aktiv. Sie bliesen zum „Sturm auf die Bordelle“
http://femen.info/sturm-auf-die-bordelle-aktion-der-frauenrechtsgruppe-femen-vor-dem-kolner/
- auch wenn sie Prostitution nicht prinzipiell ablehnen. „Stoppt Sex-Sklaverei“
– „Fickt die Zuhälter“ war einer der Slogans und sagt treffend worum es ihnen
geht.
Gewälttätig wurde es in Paris bei einer Demonstration von
Lesben und Schwulen für die Legalisierung der Homo-Ehe. Femen-Aktivistinnen in ihrem
üblichen Oben-Ohne-Stil waren natürlich dabei und wurde von konservativen
Katholiken brutal angegriffen wegen ihrer Slogans und Plakate wie „Nacktheit
ist Freiheit“, „Nein zur Sharia“, „Kill Kirill“ (den Patriarchen der
Russisch-Orthodoxen Kirche). http://www.english.rfi.fr/france/20121120-topless-feminism-ukraine-takes-french-streets
Einen ausgezeichneten Bericht über Femen gibt es hier im
US-Magazin The Atlantic http://www.theatlantic.com/international/archive/2012/11/femen-ukraines-topless-warriors/265624/ und erstaunlicherweise zeigt das Blatt sogar die
Aktivistinnen topless bei der Arbeit – für die prüden USA heutzutage schon fast
eine Kulturrevolution.
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